Mitten in der Bremer Innenstadt entsteht aus einer ehemaligen Stellfläche ein lebendiger Ort für urbane Vielfalt – mit Raum zum Arbeiten, Wohnen, Begegnen und Verweilen.
Über Jahrzehnte war das Parkhaus Mitte vor allem eines: funktional. Doch die Anforderungen an Innenstädte haben sich verändert. Gesucht werden heute gemischte, lebendige Quartiere, die den Alltag vieler Menschen bereichern. Genau hier setzt die Entwicklung an: Das Bestandsgebäude wird zurück gebaut und macht Platz für ein vertikales Quartier mit klarer städtebaulicher Haltung: den Bremer Hof.
Bei einem Architekturwettbewerb 2024, der durch das Projektbüro Innenstadt initiiert und mit Hilfe der Bundesförderung “Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren” (ZIZ) finanziert wurde, konnte das Büro Hild und K aus München, das unter anderem für Projekte wie Bikini Berlin bekannt ist, mit ihrem Entwurf überzeugen. Dieser beeindruckt durch eine sensible Einbindung in das historische Stadtbild Bremens und eine klare städtebauliche Struktur. Durch einen klassischen Baukörper mit Innenhof in Anlehnung an backsteinerne Kontorhäuser greift es die Körnung und Typologie der Umgebung auf und entwickelt diese konsequent weiter. Dabei entsteht ein vielseitig nutzbares Volumen, das Straßen- sowie Freiräume aufwertet und die Innenstadt belebt.
Neben den Durchgängen in den Innenhof verfolgt der gewählte Entwurf zudem eine Stärkung der Querverbindung zwischen Kreyenstraße und der Kleinen Hundestraße. Einblicke, Durchgänge und Aufgänge regen dabei zum Erkunden an, es entsteht eine neue räumliche Dramaturgie. Die Bedeutung der Straßenräume in unmittelbarer Umgebung wird weiter herausgearbeitet und der Standort stärker an die innerstädtischen Freiräume zwischen Wallanlagen und Weser angebunden.
Ziel der Entwicklung ist es, die Innenstadt durch neue Impulse zu stärken – nicht nur funktional, sondern auch architektonisch und atmosphärisch. Der Neubau soll die Umgebung aufwerten, neue Wegebeziehungen und hohe Aufenthaltsqualität schaffen sowie sich stimmig in den umliegenden Stadtraum einfügen. Die Planung steht dabei in direktem Zusammenhang mit dem benachbarten Horten-Areal. Gemeinsam bilden die beiden Projekte ein neues städtisches Gefüge im Herzen Bremens.
